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Die Gemeinde Elstertrebnitz in ihrer gegenwärtigen Struktur mit sechs Ortsteilen gibt es erst seit dem Jahre 1934. Im Volksmund werden diese Orte als "die sieben Oberdörfer" bezeichnet. Sie liegen im Westen des Kreises im flachen, breiten Tal der Weißen Elster zwischen Pegau und Profen (Kreis Zeitz).

Es handelt sich bei Elstertrebnitz (Erstnennung als Trebnitz 1039), Costwitz (1182), Eulau (1268), Greitschütz (1350), Oderwitz (1346), Tannewitz (1350) und Trautschen (1209) um Dörfer, in denen die Landschaft dominiert. Weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus war bis 1945 die Saatgutzüchterei in Trautschen bekannt.
Es ist wohl einmalig, dass bei Oderwitz ein Königlich-Sächsischer Halbmeilenstein unmittelbar neben einem preußischen, einer sogenannten "Glocke", steht. Hier verlief von 1815 bis 1918 die Grenze zwischen dem Königreich Sachsen und dem Königreich Preußen (Provinz Sachsen) - jetzt zwischen dem Freistaat Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Das Tal der Weißen Ester ist auch oberhalb von Pegau uraltes Siedlungsgebiet, was Bodenfunde aus den verschiedenen prähistorischen Perioden belegen.
Alle genannten Orte gehen auf slawische Gründung zurück. Im Museum der Albrechtsburg in Meisen befindet sich ein Tympanonrelief um 1100 aus Elstertrebnitz, das seinen Platz über dem Türsturz eines Kirchenportals hatte. Es bestellte die Bekehrung der Slawen in der Elsteraue zum Christentum dar. Es ist eines der frühesten künstlerischen Zeugnisse in Sachsen.
In Elstertrebnitz und seinen Ortsteilen sind noch sehr viele Fachwerkhäuser anzutreffen. Bekannt ist Elstertrebnitz auch durch seine Mühlenwerke. In der Oderwitzer Mühle wird durch ein Reibeverfahren Eisenpulver hergestellt.
In Elstertrebnitz konnte 1955 die erste nach dem 2. Weltkrieg im Landkreis gebaute Schule eingeweiht werden. Gegenwärtig leben in der Gemeinde 1200 Einwohner.

Nähere Informationen: www.elstertrebnitz.de

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