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Hainichen liegt 10 Km nordöstlich von Borna an der Grenze zum Landkreis Grimma. Mit seinem Ortsteil Trages, 1976 nach Hainichen eingemeindet, zählt die Kommune reichlich 500 Einwohner.

Genannt wird Hainichen als Heynichin 1378 und Trages, früher auch Tragis, 1216. Letztgenannter Ort liegt im Vorfeld der 1938 angelegten Espenhainer Kippe, auch als Hochhalde Trages bezeichnet. Diese geriet bereits neunmal in Bewegung und richtete im Umfeld größere Schäden an, so musste u. a. die Straße Mölbis-Trages verlegt werden.Seit 1968 gibt es eine Auffahrt zum Plaeau dieser 70 m hohen Halde.
Hainichen hatte ein Rittergut, zu dem das Vorwerk Apelt in der nähe von Stockheim gehörte. Es wurde im ersten viertel des 18. Jahrhunderts angelegt.
Unweit des Rittergutes befindet sich das mittelalterliche Bodendenkmal "Wasserburg" mit seinem Quadratischen Bühl, der sich gut zwei Meter über den umführenden, bis 6 m breiten Wassergraben erhebt.
Zu den Bauern, die 1525 in Altenburg wegen ihrer Teilnahme am Aufstand hingerichtet wurden, gehörte der aus Trages stammende Hans Krebs.
Die Dorfkirche Hainichen ist ein Saalbau um 1700 mit quadratischem Turm, die Dorfkirche Trages, ebenfalls ein Saalbau, entstand in den Jahren 1733 - 39.Besonders während der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 zogen viele fremde Soldaten plündernd durch die Dörfer und raubten neben vielen anderen aus der Kirche einen wertvollen Kelch. Als Ersatz schenkte 1819 der Rittergutbesitzer Herr von Bärenstein einen neuen, silberplatierten Kelch.
Der nächste Bahnhof für Hainichen ist Otterwisch im Landkreis Grimma.

Nähere Informationen: www.kitzscher.de

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