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  • Veranstaltungen

    • Samstag in der Mediothek Borna – Vorlesezeit beginnt wieder

      Auch 2019 lädt die Mediothek Borna jeden Samstag in der Zeit von 10 bis 11 Uhr Kinder ab drei Jahren und ihre Eltern zur Vorlesezeit ein. Bei diesem offenen Angebot haben die ehrenamtlichen Vorleser d…

    • Leseförderung auch 2019

      Borna. „Spielend besser lesen – mit Spiel und Spaß zum Ziel“ heißt es auch jeden Montag in 2019 wieder von 16.00 bis 16.45 Uhr in der Mediothek Borna, Martin-Luther-Platz 9. Beim Leseförderungsprojekt…

Kitzscher, seit 1974 Stadt, liegt nordöstlich von Borna an der Eula. Der Ort gehört zu denen des Landkreises, deren Bevölkerung sich in den letzten 50 Jahren um ein Mehrfaches vergrößerte. Das Dorf, zu dem auch das Vorwerk Lindhardt gehört, hatte 350 Einwohner im Jahre 1933. 58 Prozent von ihnen arbeiteten in der Landwirtschaft. Die landwirtschaftliche Nutzfläche des Ortes betrug im genannten Jahr 568 Hektar.

Zählte die Kommune (einschließlich der heutigen Ortsteile) 1131 Bewohner 1939, so waren es 7933 Ende 1990. Die Ursachen des Wachstums sind nicht die Eingemeindung von Thierbach 1973 und Dittmannsdorf und Braußwig 1974, sondern der Bau des Werkes Espenhain kurz nach den 2. Weltkrieg und der des Kraftwerkes Thierbach 1967/70.
Kitzscher wurde Wohnort für sehr viele Arbeiter und Angestellte dieser Betriebe. Zu den ersten neuen Wohnbereichen gehörte die Bergarbeitersiedlung. Kitzscher ist eine slawische Rodungssiedlung, die 1251 als Herrensitz (Guntherus de Kiczschera) erstgenannt wird. Zur Ergänzung: Das Geschlecht derer von Kitzscher erlosch 1676 mit dem Tod des Christoph von Kitzscher. Letzter Besitzer des Rittergutes war 1850 bis 1945 die Familie von Arnim.
Thierbach ist ein Straßenangerdorf mit einem 1888 in neogotischen Stil erbauten Schloss. Die Kirche in Thierbach wurde im dreißigjährigen Krieg zerstört und von 1663 bis 1673 wieder aufgebaut. Wie in Thierbach, so hatten auch die Bewohner der anderen Dörfer im Hussitenkrieg und im Dreißigjährigen Krieg viele Plünderungen und Brandschatzungen zu erleiden. Dittmannsdorf ist eine deutsche Gründung. Es war bis in die jüngste Zeit ein Dorf, dessen Bewohner, wie auch in Braußwig und Thierbach, sich vorwiegend von der Landwirtschaft ernährten.
In Dittmannsdorf baute der Orgelbaumeister Urban Kreuzbach, der sich 1830 in Borna niedergelassen hatte, seine erste Orgel im Territorium. Bekannt war Kitzscher, lange bevor es zur großen Wohnsiedlung wurde, durch den in Borna geborenen Theologen und Pädagogen Gustav Friedrich Dinter, der von 1787 bis 1797 als Pfarrer und Lehrer in Kitzscher wirkte und bereits hier ein privates Lehrerseminar leitete. An ihn erinnert eine Gedenktafel am Pfarrhaus.

Nähere Informationen: www.kitzscher.de

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