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Lobstädt, am rechten Ufer der Pleiße gelegen, war ein Gassendorf, das 1215 als Lobsciz erwähnt wird. Die Schreibweise des Ortes in der heutigen Form tritt erstmals 1748 auf, zuvor Lobitz, Lobschitz, Lobschwitz u. a. Die Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert wurde in den 80er Jahren unseres Jahrhunderts von christlichen Bürgern der Gemeinde renoviert. In ihr befinden sich Grabplatten derer von Könneritz und von Schleinitz aus den Jahren 1551, 1563 und 1603. 

Die von Könneritz waren im 15. Und 16. Jahrhundert Rittergutsherren zu Lobstädt.
Von 1585 bis 1800 war das Gut im Besitz der Familie von Einsiedel, unter deren Herrschaft Lobstädt zeitweise ein Städtchen war. An der alten Salz- und Heerstraße von Halle über Borna nach Zwickau gelegen, hatte der Ort durch Kriege zu leiden. Auch von Bränden blieb er nicht verschont.
1900 zählte Lobstädt mit dem Rittergut über 1000 Einwohner. Mit der Entwicklung des Kohlebergbaus verdoppelte sich die Zahl der Bewohner auf 2830 im Jahr 1956. 1948 wurde das nahegelegene Bergisdorf, das 1951 dem Tagebau Deutzen weichen musste, nach Lobstädt eingemeindet. Bergisdorf, 1424 erstgenannt, hatte 230 Einwohner und als größten Betrieb eine Lein-, Fett- und Düngemittelfabrik.
Lobstädt, rund 3 km von Borna entfernt, liegt wie auf einer Halbinsel, die von ausgekohlten, aber wieder landwirtschaftlich genutzten Bergbauflächen umgeben ist. Das Schloss, das Postgut und das Pfarrhaus zeugen von der Historie des Ortes.
Dort, wo einst die Brikettfabrik "Victoria" mit ihrem Schornstein nicht gerade für saubere Luft sorgte, soll künftig ein Gewerbegebiet entstehen. Lobstädt mit gegenwärtig 1650 Einwohnern wurde in ein Modellprojekt/Dorfsanierung einbezogen.

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