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Neukieritzsch ist mit 4118 Einwohner nicht nur die größte Gemeinde des Landkreises, sondern zugleich auch die einzige, deren Gründung genau angegeben werden kann. 

Es ist der Tag, als die Eisenbahn von Leipzig (Bayrischer Bahnhof) nach Altenburg zum ersten Mal fuhr: Der 19. September 1842. Der weitere Ausbau der Strecke bis Hof erfolgte in den Jahren von 1842 bis 1851. Mitten auf freiem Feld entstand der einzige Haltepunkt zwischen Leipzig und Altenburg in der Nähe des Dorfes Kieritzsch.
Deshalb wurde er zunächst auch als Kieritzsch und einige Jahre später als Bahnhof Kieritzsch bezeichnet. Um ihn siedelten sich innerhalb weniger Jahre eine Vielzahl der Bewohner an. Die Verbindungsbahn Bahnhof Kieritzsch-Borna 1867, deren Weiterführung von Borna nach Chemnitz 1872 und die Querbahn Pegau-Borna-Geithain über Kieritzsch erhöhten die Bedeutung des Bahnhofes Kieritzsch. 93 Jahre blieb es bei der offiziellen Bezeichnung Kieritzsch bzw. Bahnhof Kieritzsch.
Am 1. November 1935 wurde aus dem Bahnhof Kieritzsch und den Orten Kahnsdorf, Pürsten und Zöpen die Gemeinde Neukieritzsch. Die Ansiedlung von Handwerkern und mittelständigen Betrieben Ende des 19. Bis ins 20. Jahrhundert trug zur Entwicklung des Ortes bei. Dazu gehört auch der Bau des Kraftwerkes Lippendorf, dessen Beschäftigte vorwiegend in Neukieritzsch eine Wohnung erhielten.
In Neukieritzsch steht seit 1983 das Lutherdenkmal, dessen ursprünglicher Platz in der Flur Zölsdorf war, dem ehemaligen Witwensitz der Katharina Luther.
Das Denkmal, 1884 eingeweiht, musste dem Tagebau Schleenhain weichen und steht jetzt auf dem Neukieritzscher Marktplatz.

Nähere Informationen: www.neukieritzsch.de

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