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  • Veranstaltungen

    • Samstag in der Mediothek Borna – Vorlesezeit beginnt wieder

      Auch 2019 lädt die Mediothek Borna jeden Samstag in der Zeit von 10 bis 11 Uhr Kinder ab drei Jahren und ihre Eltern zur Vorlesezeit ein. Bei diesem offenen Angebot haben die ehrenamtlichen Vorleser d…

    • Leseförderung auch 2019

      Borna. „Spielend besser lesen – mit Spiel und Spaß zum Ziel“ heißt es auch jeden Montag in 2019 wieder von 16.00 bis 16.45 Uhr in der Mediothek Borna, Martin-Luther-Platz 9. Beim Leseförderungsprojekt…

Ramsdorf, 12 km südwestlich von Borna, war bis kurz vor der Jahrhundertwende ein Bauerndorf mit rund 500 Bewohnern, das sich infolge des 1898 gegründeten Braunkohlenwerkes sehr rasch zu einer Industriegemeinde entwickelte. Sie hatte 1908 bereits 828 Einwohner und ein Jahr später 1005. Dieser "Sprung" hing mit dem Bau von 20 Wohnungen für Bergarbeiter (Alte und Neue Kolonie) durch das Werk zusammen. Der Tiefbau in Ramsdorf wurde 1939 eingestellt. Die Braunkohle der Brikettfabrik erfolgte danach bis zur Einstellung der Produktion im Herbst 1966 durch das Werk Regis.

Ramsdorf erreichte 1935 mit 1270 Bewohner die höchste Einwohnerzahl. Der Ort hatte ein Rittergut, das durch seine Schafzucht bekannt war. 1898 verkaufte die Witwe des Besitzers Pelz das Gut an das Kohleunternehmen.
Ramsdorf findet als Ramvoldesdorf 1296 Ersterwähnung. Es ist ein Mehrgassendorf mit einer ursprünglich romantischen Kirche. In ihr befinden sich Grabdenkmäler von 1597 und 1606 derer von Bühnau.
Hagenest und Wildenhain bildeten seit 1945 die Gemeinde Hagenest, zu der auch die Mühle Löbschütz gehörte (1960 devastiert). 1973 erfolgte die Eingemeindung von Hagenest nach Ramsdorf. Bei Hagenest (1260 urkundlich belegt) handelt es sich trotz des deutschen Namens um eine slawische Siedlung.
Der älteste Teil des Dorfes ist ein Rundling. Hagenest war seit dem 13. Jahrhundert Stammsitz derer von Hagenest, die 1526 das Rittergut Teuritz bei Lucka kauften. Hagenest und Wildenhain mit Rittergut sowie das Rittergut Ramsdorf und zeitweilig Kirche und Schule des Ortes gehörten bis 1815 zum Stift Zeitz.
Der Ortsteil Wildenhain ist das jüngste Dorf, das 1484 erstmalig genannt wird.
Sehenswert in den Orten ist u. a. die Luthereiche am Unterteich in Hagenest, gepflanzt aus Anlass des 300. Todestages von Luther im Februar 1846.
Die Gemeinde mit rund 1000 Einwohnern kann auf viele Grünflächen und gepflegte Anlagen verweisen. Nähe Wildenhain lag die Gemeinde Ruppersdorf, die 1957 ein Opfer des Braunkohleabbaus wurde. In der 2. Hälfte der 60er Jahre wurde in Hagenest das Wasserwerk errichtet, dessen Wasserturm in alle Richtungen weiterhin sichtbar sind.

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