user_mobilelogo
  • Veranstaltungen

    • Weihnachtsbasteln in der Mediothek Borna

      Am Sonnabend, dem 23. November, lädt die Mediothek Borna zum großen Weihnachtsbasteln ein. Von 9.00 bis 12.00 Uhr verwandelt sich die Kinderbibliothek in eine Kreativwerkstatt, in der nach Herzenslust…

    • Samstag in der Mediothek Borna – Vorlesezeit beginnt wieder

      Auch 2019 lädt die Mediothek Borna jeden Samstag in der Zeit von 10 bis 11 Uhr Kinder ab drei Jahren und ihre Eltern zur Vorlesezeit ein. Bei diesem offenen Angebot haben die ehrenamtlichen Vorleser d…

    • Leseförderung auch 2019

      Borna. „Spielend besser lesen – mit Spiel und Spaß zum Ziel“ heißt es auch jeden Montag in 2019 wieder von 16.00 bis 16.45 Uhr in der Mediothek Borna, Martin-Luther-Platz 9. Beim Leseförderungsprojekt…

Wenige Kilometer südlich von Borna zwischen den Bundesstraßen nach Chemnitz (B 95) und nach Altenburg (B 93), am Rande des alten Dorfs Wyhra, befindet sich in einem denkmalgeschützten alten Bauerngehöft das VOLKSKUNDEMUSEUM WYHRA.

Es ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bushaltestelle und Bahnhof im nahen Neukirchen), mit dem Auto, aber auch mit dem Rad oder zu Fuß (z. B. von Borna durch die Wyhraaue in etwa einer Stunde) zu erreichen.
Der Museumshof, ursprünglich eine für das Bornaer Land typische offene Dreiseitenanlage, die sich durch den Neubau eines Stallgebäudes im 19. Jahrhundert als Vierseithof darstellt, besteht aus Wohnstallhaus, Scheune, Wirtschaftsgebäude und dem schon erwähnten Stall. Auf dem Hof befindet sich ein besonders schönes Taubenhaus, das aus dem devastierten Breunsdorf in das Museum umgesetzt wurde. Vor dem Wohnhaus findet der Besucher einen kleinen, original nachgestalteten Bauerngarten mit seiner charakteristischen Aufteilung in vier buchsbaumgesäumte Beete und dem Rondell in der Mitte. Heil- und Würzkräuter, Blumen und Gemüse stehen in traditioneller Mischung beieinander. Auf dem über einen halben Hektar großen Obstgarten mit altem Baumbestand befindet sich ein Spielplatz mit Holzplastiken sowie ein Waagehäuschen. Vom Obstgarten aus hat man einen schönen Ausblick in die freundliche Wyhraaue.
Das Gut befand sich seit seinem Bau in der Mitte des 18. Jahrhunderts über mehrere Generationen hinweg bis zum Tod des letzten Eigentümers Ende der siebziger Jahre im Besitz ein und derselben Bauernfamilie.
Zum Anwesen gehört ein 1743 errichtetes, um 1890 erweiterten Wohnstallgebäude mit Fachwerkobergeschoss. Im Untergeschoss befinden sich u. a. die Große Stube, die Kleine Stube, eine Küche mit dem Backofen. Hinter der ehemaligen Milch- und Futterkammer befand sich der Kuhstall, jetzt Café. Der Backofen wird zum Backen von Brot und Gebäck oft betrieben - eine besondere Attraktion des Museums. Gruppen können auf Voranmeldung unter fachlicher Anleitung aus Teig Gebäck formen, das anschließend im Bachofen ausgebacken wird.
Im Obergeschoss werden Schlafkammer, Altenteil, Räucherkammer gezeigt; in den Mägdekammern wird auf die Mühsal der großen Wäsche verwiesen.
In der Scheune sind zahlreiche landwirtschaftliche Geräte, darunter eine stationäre Dreschmaschine, zu sehen, die den Arbeitsablauf des bäuerlichen Jahres demonstrieren.
Dem Wohnstallhaus gegenüber befindet sich ein Wirtschaftsgebäude, das im Erdgeschoss Ställe, im Obergeschoss den Heuboden beherbergt. An einem schönen, durch eine schmale Außentreppe erreichbaren Laubengang liegen vier Kammern zum Aufbewahren des Getreides. Heute zeigt das Erdgeschoss eine alte dörfliche Werkstatt mit zahlreichen Werkzeugen, Obstkelterei, Schlitten und Landauer. Der Keller ist ebenfalls zugänglich. Dieses Gebäude ist annähernd original erhalten.
Den Hof schließt, der Scheune gegenüber, der sogenannte Neue Stall ab. Er wurde 1859 als Pferde- und Schweinestall errichtet; im Dachgeschoss sind die Knechtestuben.
Zahlreiche Ausstellungsstücke, u. a. Gerätschaften, Möbel, Wäsche und Trachten, sollen einen Rückblick auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen eines westsächsischen Bauernhofes etwa um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ermöglichen.
In der bäuerlichen Wirtschaft jener Zeit, wie schon lange zuvor, herrschte das Prinzip der Eigenversorgung. Man lebte ganz überwiegend von dem, was man selbst erzeugte und kaufte so wenig wie möglich hinzu. Dazu musste auch eine entsprechende Vorratswirtschaft betrieben werden. Die Küche und die Räucherkammer weisen ausdrücklich darauf hin.
Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung ist die Tatsache, dass um 1900 bäuerliche Landwirtschaft noch schwere körperliche Arbeit war, für Männer und Frauen, auch für die größeren Kinder. Beinahe alles wurde noch per Hand gemacht.

Das Museumscafé im ehemaligen Kuhstall mit seinem säulengetragenen Gewölbe bietet dem Besucher in gemütlicher Umgebung eine erholsame Rast; von Zeit zu Zeit werden im Café Sonderausstellungen gezeigt. Das Café kann für Vereine, Familienfeiern usw. auch gemietet werden.
Regelmäßig lädt der Museumshof zu kulturellen Veranstaltungen und Festen ein, so zu Musik und Tanz auf Hof und Heiste im Juni und zum Erntefest im September.

Prof. Rainer Arnold

Internet: www.volkskundemuseum-wyhra.de

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.