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Bundesweit werden zum elften Mal die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch gesucht

Borna, Februar 2020. „Kunst gegen Komasaufen“: Unter diesem Motto starten die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und die DAK-Gesundheit die Kampagne „bunt statt blau“ 2020 gegen Alkoholmissbrauch. Im elften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakatideen von Schülern zwischen zwölf und 17 Jahren zum Thema Rauschtrinken. Der Wettbewerb richtet sich dabei gegen exzessiven Alkoholkonsum, bei dem Jugendliche binnen weniger Stunden so viel Alkohol trinken, bis sie einen gefährlichen Vollrausch haben. In den vergangenen fünf Jahren kamen bundesweit  jährlich jeweils rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Gegenüber der ersten Erhebung der Daten im Jahr 2000 haben sich die Zahlen um 128 Prozent erhöht. Seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der betroffenen Kinder und  Jugendlichen zwar leicht rückläufig, Experten fordern jedoch weiterhin eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Die DAK-Gesundheit und die Bundesdrogenbeauftragte laden deutschlandweit 11.000 Schulen ein, bei „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ mitzumachen. „Viel zu häufig trinken Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt. Die Zahlen sind alarmierend. Deshalb dürfen wir mit unseren Aufklärungsbemühungen nicht nachlassen“, betont DAK-Vorstandschef Andreas Storm.  „Wir setzen ‚bunt statt blau‘ auch im elften Jahr fort, um die Schüler in den entscheidenden Klassenstufen zu sensibilisieren.“ Teilnehmende Schulen können das Thema Alkohol bis Ende  März im Unterricht behandeln und ihre Schüler Plakate entwerfen lassen. Das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) bietet den Schulen dazu unterstützend das  Paket „Glasklar“ an mit Unterrichtsmaterialien und Elterninformation.

Bundesdrogenbeauftragte ist Schirmherrin

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, begleitet „bunt statt blau“ als Schirmherrin: „Beim Alkoholkonsum unter Jugendlichen insgesamt sehen wir eine gute,  rückläufige Entwicklung. Wo wir aber noch nicht am Ziel sind, ist bei den Zahlen zum Komasaufen. Auch hier müssen wir einen deutlichen Rückgang erreichen. Wichtig ist also nach wie vor eine zielgruppenaffine, gut gemachte Prävention“, sagt Daniela Ludwig. „‘Bunt statt blau‘ schafft es seit vielen Jahren, die Jugendlichen über die Risiken von zu viel Alkohol aufzuklären. Ich bin gerne Schirmherrin dieser bundesweiten, tollen Aktion und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Spaß, kreative Ideen und Erfolg.“

Präventionsangebot für die Mittelstufe

Nach einer Studie des IFT-Nord erklärt die Mehrheit der Teilnehmer, sie hätten durch „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Der Wettbewerb wird vor allem in den Klassen der Mittelstufe angeboten und fällt damit genau in die Phase, in der die meisten Schüler das erste Mal Alkohol trinken und probieren. „Entscheidend ist, dass wir genau dann die Neinsage-Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler stärken“, erklärt IFT-Nord-Leiter Professor Reiner Hanewinkel.

Promi und Politikerin gegen Rauschtrinken

Neben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, dem DAK-Vorstandschef und den Experten vom IFT-Nord gehört der Deutsch-Soul-Sänger Emree Kavás 2020 zum dritten Mal der  Bundesjury an. Der Hamburger Sänger begeisterte nach seiner Debüt-Single „Kopf Hoch“ mit der Popballade „Baby“. Zudem zeichnet sich Emree Kavás verantwortlich als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor seiner Musikvideos. Im Jahr 2020 wird die nächste Single „Himmel“ folgen. Die Bundesjury wählt nach dem Einsendeschluss am 31. März das beste „bunt statt blau“- Plakat aus 16 Landessiegern aus. „Selbstentfaltung durch Kreativität ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben“, sagt Emree. „Die Kids werden kreativ und malen sich aus, wie das Leben positiver und bunter werden kann. Haben sie dieses Bild einmal verinnerlicht, erhalten sie den Schlüssel zur ‚bright side of life‘. Deshalb unterstütze ich dieses wertvolle Projekt.

Sonderpreis auf Instagram

Bei dem Plakatwettbewerb gibt es Geldpreise in Höhe von insgesamt rund 11.000 Euro zu gewinnen. Außerdem haben diejenigen, die über Instagram teilnehmen, die Chance auf einen Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann 300 Euro gewinnen. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Kampagne gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter: www.dak.de/buntstattblau


 

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