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Borna/Wyhra. Ende Juni wurde im Volkskundemuseum die neue Sonderausstellung unter dem Titel „Gemeindebier und Vereinsvergnügen“ eröffnet. Sie widmet sie sich dem Wandel dörflichen Kulturlebens um 1900.

Das traditionelle dörfliche Kulturleben war von den wohlhabenden Bauern bestimmt. Sie bildeten den Kern der Dorfgemeinde und prägten nicht nur den Alltag, sondern auch den Festkalender, den organisatorischen Ablauf und den Inhalt der Feste. Von Dorf zu Dorf gab es Unterschiede in der Bezeichnung und im Ablauf jährlich wiederkehrender Feste. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts traten wesentliche Veränderungen ein.

Zunehmend übernahmen dörfliche Vereine das Zepter bei der Ausgestaltung der dörflichen Kultur. Damit war nicht mehr nur die Herkunft dafür entscheidend, wer kulturell das Sagen hatte, sondern auch die Befähigung, in Sinne eines deklarierten Vereinszwecks zu wirken. In den Gesangvereinen waren das die musikalischen Fähigkeiten. In den Turnvereinen nahm die Person eine besondere Stellung ein, die auf herausragende sportlichen Leistungen verweisen konnte. Vereine spielten eine wesentliche Rolle bei der Integration von Neuzugezogenen, die es angesichts des sich entwickelnden Bergbaues in der Bornaer Region um 1900 in großer Zahl gab. Die Ausstellung verfolgt all diese Veränderungen bis in die Zeit des Nationalsozialismus hinein und versucht zu belegen, welche Bedeutung die Kultur für das Zusammenleben im Dorf besitzt. Gezeigt wird dies nicht zuletzt anhand zahlreicher Exponate zu denen neben Leihgaben von Vereinen und vom Museum Borna auch Gegenstände gehören, die dem Volkskundemuseum im Zuge einer umfangreichen Schenkung seitens des Männerchores Zedtlitz übereignet wurden.

Die Ausstellung ist bis zum 21. Oktober 2018 zu sehen.

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